Freier Journalismus ist die organisierte Art, der Öffentlichkeit verlässliche Informationen über das aktuelle Geschehen zu geben. Freie Journalisten sammeln Fakten, prüfen sie, ordnen sie ein und veröffentlichen das Ergebnis so, dass andere sich ein Bild machen können, ohne überall selbst dabei gewesen zu sein.
Das Magazin Lebenswerte Ostalb ist kein Freier Journalismus.
Ich schreibe über Themen, die mich wirklich, wirklich interessieren. Der Text entsteht aus einer klaren Perspektive. Anders im klassischen Verständnis von Journalismus: Hier steht eine möglichst neutrale Berichterstattung im Vordergrund. In meiner Art zu schreiben setze ich einen anderen Schwerpunkt: Meine Haltung, Erfahrung oder Weltsicht auf das Thema wird sichtbar.
Je nach Text und Anlass kann das unterschiedliche Formen annehmen. Wenn ich vor allem einordne, deute und einen Standpunkt erkennbar mache, bewegt sich der Beitrag im Bereich von Kommentar, Kolumne oder Essay. Dann steht die Interpretation im Mittelpunkt, während Nachrichtenformate stärker auf die Ereignisdarstellung fokussieren.
Da ich gerne Themen entlang meines Wertekompasses auswähle und der Text zugleich Veränderung unterstützen soll, sehe ich mein Tun als engagierte Publizistik. Die Qualität entsteht hier durch sorgfältige Recherche, transparente Quellenarbeit und eine faire Darstellung eventuell unterschiedlicher Sichtweisen. Hier möchte ich mich gerne weiterentwickeln!
Wenn ich bewusst aus einer bestimmten Philosophie heraus schreibe, etwa systemisch, kulturwissenschaftlich, spirituell, politisch oder matrifokal, liegt der Schwerpunkt häufig auf Magazin-Essay, manchmal auch auf Analyse oder Hintergrundberichten. Diese Perspektive wirkt dann wie eine Linse, die Zusammenhänge hervorhebt und meine Einordnung nachvollziehbar macht.
Wenn individuelle Erfahrungen eine tragende Rolle spielen, wähle ich gern den Erfahrungsbericht, autobiografisches Schreiben oder am liebsten literarische Non-Fiction. Dann verbindet sich persönliche Sicht mit Recherche, Kontext und Einbettung.
Mein erstes Anliegen ist, Menschen zusammenzubringen und Orientierung zu finden und zu geben. Daher sehe ich meine Beiträge und die ausgewählter anderer Autoren vor allem als kuratierende, community-orientierte Publizistik. Ich sammle Themen, verbinde Stimmen, schaffe Kontext und unterstütze so – hoffentlich – gemeinsames Verstehen und Verständnis füreinander.
Mein Anspruch ist eine klare Struktur im Text: Welche Aussagen beruhen auf überprüfbaren Fakten? Welche Passagen sind Einordnung oder Deutung? Wo wird eine Haltung sichtbar? Welche Perspektive prägt die Auswahl und die Betrachtung? Ich wünsche mir, dass ich diese Transparenz in Zukunft erreiche und dadurch Vertrauen und Lesbarkeit stärke. Perspektivisches Schreiben und Publizieren wird so hoffentlich zu einer nachvollziehbaren, fairen und sorgfältigen Form der öffentlichen Kommunikation.
Ich sehe mich und alle Beteiligten als Lernende – und freue mich darauf, unsere gemeinsame Entfaltung wahrzunehmen und zu verstehen.
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